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Projekte

Döbeln

Erweiterung Mittelsächsisches Theater
Ausführungszeitraum:
2005 bis 2007 (Neubau) bzw. 2011 bis 2012 (Sanierung Altbau)
Bauherr:
Stadt Döbeln
Oberbürgermeister
 
www.doebeln.de
Leistungsphasen:
1-8 (HOAI*)
Tragwerksplanung:
ja bis LP5 plus 8
Denkmalschutz:
ja
FÖRDERUNG:
ja


2004 als Architektenwettbewerb ausgelobt, wurde an das Döbelner Theater ein Erweiterungsanbau errichtet. Die stark ornamentierte Fassade des Altbaus bildet mit der bewusst flächigen Vorhangfassade des Neubaus ein interessantes Ensemble. Im Jahr 2004 wurde durch die Stadt Döbeln ein Wettbewerb zum Theater Döbeln ausgelobt, aus dem unser Büro in Zusammenarbeit mit Architekt Thomas Thoß als Sieger hervorging. Inhalt dieses Wettbewerbes, an dem sich 23 Büros aus ganz Deutschland beteiligten, war, die Misstände der dienenden Räume, wie Garderoben, Probe- und Lagerräume durch einen neu zu errichtenden Anbau abzustellen. Das Döbelner Stadttheater liegt im Zentrum der Stadt auf der Muldeninsel und besaß vor dem Umbau keinen eigenen, definierten Vorplatz. Zielsetzung unseres Entwurfes war es, die gewachsenen Freiräume zu erhalten und zu stärken. Die Gestaltung der Fassaden sollte sich, in Anbetracht der detaillierten Ausformung des Theaters, zurücknehmen. Da ein Großteil der im Raumprogramm einzuordnenden Funktionen vor Einblicken geschützt werden muss, zumal deren überwiegende Nutzung in den Abendstunden erfolgt, wird die eigentliche Fassade mit einer transluzenten Haut aus Glas überzogen.



Gleichzeitig bildet die homogene Oberfläche des Kubus, von der Kreuzung der Bahnhofsstraße aus betrachtet, die Kulisse für die feingliedrige Fassade des Theaters. Die vorstellbare Zweitnutzung des Orchesterprobenraumes als Bürgersaal und dessen Einordnung in das Erdgeschoss eröffnet die Möglichkeit, die tranzluzente Fassade in diesem Bereich großzügig zum vorgelagerten Freiraum zu öffnen und mit ihm zu kommunizieren. Die vormals bloße Nische wird zum kommunikativen Treff- und Pausenraum aufgewertet. Der Theaterbetrieb, definiert durch schnelle Szenenwechsel, bedingt reibungslose Funktionalität für kurze Umbauzeiten und Kostümwechsel. Eine ausreichend bemessene Seitenbühne schließt im Neubau direkt östlich an die Bühne des Theaters an und bildet mit dem, in Verlängerung der Seitenbühne angeordnetem, Magazin einen Riegel. Schnelle Kostümwechsel verlangen kurze Wege zu den Garderoben, Maske und Requisite sowie eine klare Gliederung der Grundrisse. Da fast alle Räume natürlich belichtet und belüftet werden müssen, wurden diese um den Seitenbühnen- und Magazinriegel gruppiert. Die etagenweise Zuordnung erfolgte in Hinblick auf die ganzheitliche Betrachtung der Funktionalität von Bestand und Neubau.



 



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